KI-generierte Illustration; keine Aufnahme des Runden Tisches oder einer konkreten Sammelstelle.
Stand: 8. Oktober 2026
Batterien und Elektroaltgeräte richtig zurückzugeben, ist auch für den Brandschutz in der Entsorgungswirtschaft wichtig. Das Bundesumweltministerium (BMUKN) hat am 8. Oktober 2026 die Ergebnisse eines Runden Tisches zu Bränden in Entsorgungsanlagen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen eine bessere Rücknahme, die Schulung von Beschäftigten und eine verständlichere Ansprache der Verbraucher.
Für Hersteller und Händler bietet die Mitteilung Anlass, ihre Rücknahmeinformationen zu prüfen. Die vorgestellten Vorschläge sind dabei von bereits geltenden Pflichten zu unterscheiden.
Welche Maßnahmen werden angestoßen?
Nach Angaben des BMUKN soll der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) Schulungen ausbauen und seine Arbeitshilfe zur Annahmetheke auf Wertstoffhöfen aktualisieren. Der Handelsverband Deutschland (HDE) soll einen Best-Practice-Leitfaden für eine verbraucherfreundliche Rücknahme von Elektroaltgeräten entwickeln.
Organisationen der Herstellerverantwortung und die Entsorgungswirtschaft wollen ihre Verbraucherkommunikation in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe besser abstimmen. Vorgesehen sind außerdem eine gemeinsame Aufkleberaktion auf Sammelbehältern für Elektroaltgeräte und ein Erfahrungsaustausch der Versicherungswirtschaft zum betrieblichen Brandschutz.
Was wird noch geprüft?
Das BMUKN prüft eine gemeinsame Sammelgruppe für batteriebetriebene Elektroaltgeräte im ElektroG. Ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten soll vorbereitet werden. Auf EU-Ebene prüft die Kommission Nutzen und Machbarkeit eines Pfandsystems für Lithium-Ionen-Batterien.
Diese Punkte sind in der Mitteilung als Prüfungen beziehungsweise Vorhaben beschrieben. Daraus folgt weder ein bereits geltendes Pfandsystem noch ein bereits wirksames Verbot. Eine Evaluation der Fortschritte ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.
Was können Hersteller und Händler jetzt verbessern?
Die folgenden Schritte sind praktische redaktionelle Empfehlungen für die Kommunikation mit Kunden:
- Rückgabewege auf Produktseiten, in Serviceinformationen und am Verkaufsort gut auffindbar erklären.
- Deutlich machen, dass Altbatterien und Elektroaltgeräte getrennt vom Hausmüll erfasst werden sollen.
- Interne Zuständigkeiten für Rücknahmefragen festlegen und Beschäftigte mit den Abläufen der jeweiligen Sammelstelle vertraut machen.
- Für beschädigte Batterien an qualifiziertes Personal oder die zuständige Sammelstelle verweisen, statt pauschale Handhabungsanweisungen zu geben.
- Hinweise regelmäßig mit Rücknahmepartnern abstimmen und sprachlich auf die Zielgruppe zuschneiden.
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