Compliance-Guide: Einwegkunststofffondsgesetz (EWKFondsG) & SUP-Verordnung für Hersteller

Compliance-Leitfaden zum Einwegkunststofffondsgesetz (EWKFondsG)

Die Kunststoffregulierung hat sich von der Nische zur Management-Priorität entwickelt.
Durch die EU-Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD) und nationale Gesetze wie das EWKFondsG in Deutschland verlagern Regierungen die Entsorgungs- und Reinigungskosten konsequent auf die Inverkehrbringer.

Für die ECOPV-EU GmbH steht fest: Compliance ist kein optionales Extra, sondern die Grundvoraussetzung für Ihren Marktzugang und Ihre Kostenstruktur.

Wer ist in der Pflicht? Hersteller vs. Importeur

Der Produzentenbegriff
  • Hersteller (Inland): Sie gelten als Produzent, wenn Sie Markenware erstmals auf dem nationalen Markt bereitstellen.

  • Importeur: Sie werden rechtlich zum Produzenten, sobald Sie Waren aus dem Ausland (EU oder Drittstaaten) einführen.

  • Eigenmarken & Auftragshersteller: Hier entscheiden die vertraglichen Konstellationen über die Melde- und Gebührenpflicht.

Expertentipp: Erstellen Sie eine Verantwortungsmatrix pro Produktlinie und Zielland. Diese Dokumentation ist bei Audits durch Behörden (wie das Umweltbundesamt/DIVID) essenziell.

In 4 Schritten zur rechtssicheren SUP-Compliance

Vermeiden Sie Sanktionen und Vertriebsverbote durch einen strukturierten Prozess:

Schritt 1: Produkt-Klassifizierung (Scope Check)

Prüfen Sie, ob Ihre Produkte unter die Definition von Einwegkunststoffprodukten (SUP) fallen.

Achtung: Auch biologisch abbaubare oder kompostierbare Kunststoffe fallen unter die Regulierung und sind meist nicht von der Abgabepflicht befreit!

Schritt 2: Registrierung in offiziellen Portalen

Stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen in den relevanten Registern (z. B. der Plattform DIVID in Deutschland) ordnungsgemäß gemeldet ist. Ohne Registrierung drohen empfindliche Bußgelder.

Schritt 3: Anschluss an ein System (EPR/PRO)

Treten Sie einer Organisation für erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) oder einer Producer Responsibility Organisation (PRO) bei. Diese übernimmt die Koordination von Sammlung, Verwertung und Abrechnung.

Schritt 4: Datenerhebung & Reporting

Etablieren Sie präzise Workflows für die Mengenmeldung. Die gemeldeten Massen sind die Basis für Ihre Einwegkunststoffabgabe.

 

Fazit: Compliance als Wettbewerbsvorteil nutzen

Strenge Regulierung schafft faire Wettbewerbsbedingungen. Unternehmen, die jetzt auf Ökomodulation und intelligentes Verpackungsdesign setzen, profitieren doppelt:

  1. Kostensenkung: Geringere Abgaben durch recycelbare Materialien.

  2. Markenvertrauen: Transparente Nachhaltigkeit sichert Regalplätze im Handel.


ECOPV-EU GmbH unterstützt Sie dabei, Compliance von einer gesetzlichen Last in einen strategischen Fahrplan für dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit zu verwandeln.


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