Das Wegschnipsen auf die Straße wird oft noch hingenommen, obwohl eine einzige Kippe mit ihrem Mix aus Giften wie Arsen und Blei bis zu 1.000 Liter Wasser verunreinigen kann. Bei jedem anderen Abfall mit dieser Schadstoffkonzentration wäre eine solche Entsorgung undenkbar.
Die Zahlen sprechen für sich
Weltweit werden jährlich Billionen Zigaretten geraucht, ein Großteil der Reste landet unkontrolliert in der Natur. In Deutschland werden jährlich etwa 65 bis 70 Milliarden Zigaretten versteuert. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu zwei Drittel davon – also Milliarden von Stummeln – nicht im Aschenbecher, sondern in der Umwelt landen.
Was steckt wirklich in einer Kippe?
Zigarettenfilter sammeln beim Rauchen bis zu 7.000 verschiedene Substanzen – darunter Arsen, Blei, Cadmium und das Nervengift Nikotin. Wenn eine gebrauchte Kippe mit Wasser in Berührung kommt, werden diese Stoffe sofort freigesetzt. Bereits nach 30 Minuten in einer Pfütze hat sich etwa die Hälfte des Nikotins aus dem Stummel gelöst und gelangt so ungefiltert in den Wasserkreislauf.
Gefahr für Gewässer und Tierwelt
Ein Achtel einer Zigarettenkippe genügt, um alle Wasserflöhe in einem Liter Wasser zu töten. Die Giftstoffe einer einzigen Kippe können die Hälfte aller Fische in einem Liter Wasser innerhalb von 96 Stunden töten. Zudem zersetzt sich der Filter nicht biologisch, sondern zerfällt über Jahrzehnte zu Mikroplastik.
Das Problem erreicht auch unsere Meere:
Über 50 % des Mülls an vielen Ostseestränden bestehen aus Zigarettenkippen. Auch an der Nordsee zählen sie regelmäßig zu den zehn am häufigsten gefundenen Abfällen.
Kein Papier – sondern Plastik
Zigarettenfilter bestehen nicht aus Papier, sondern aus dem Kunststoff Celluloseacetat. In der Natur zersetzt sich dieser Kunststoff nicht, sondern zerfällt über Jahrzehnte in winzige Teilchen. Im Salzwasser der Meere kann dieser Prozess sogar mehrere hundert Jahre dauern. Allein in Deutschland gelangen so jährlich schätzungsweise über 40 Tonnen Mikroplastik allein durch Zigarettenfilter in unsere Böden und Gewässer.
Was können wir tun?
Kippen gehören immer in den Restmüll oder in öffentliche Aschenbecher – niemals in den Gully oder auf den Boden.
Wer seine Filter richtig entsorgt, schützt aktiv das Grundwasser und spart der Allgemeinheit Millionen an Reinigungskosten.
Zusätzlich schützt diese einfache Geste unzählige Lebewesen vor gefährlichen Giftstoffen in ihrem Lebensraum. Schon ein einziger achtlos weggeworfener Filter reicht aus, um hunderte Liter Wasser nachhaltig zu verunreinigen.
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