PFAS sind eine große Gruppe künstlich hergestellter Chemikalien. In der Fachwelt werden sie oft als „Ewigkeits-Chemikalien“ bezeichnet. Der Grund dafür ist ihre extreme Haltbarkeit: Einmal in die Umwelt gelangt, werden sie dort über sehr lange Zeiträume nicht abgebaut.
Wo werden PFAS eingesetzt?
- Küche & Lebensmittel: Antihaft-Beschichtungen (Pfannen, Backformen), Fast-Food-Verpackungen, Popcorn-Tüten und Muffinförmchen.
- Wohnen & Elektronik: Fleckschutz für Polstermöbel und Teppiche, Kältemittel sowie Elektronikgeräte.
- Sport & Outdoor: Membranen in Funktionskleidung, Ski-Wachse, Kletterseile und Fahrrad-Kettenöle.
- Drogerie & Textil: Imprägnierungen für Leder, Zahnseide und spezielle Periodenunterwäsche.
- Weitere Anwendungen: Feuerlöscher, Farben, Lacke, Pflanzenschutzmittel und Fotopapiere.
Warum werden sie eingesetzt?
Weil sie Fett, Wasser und Schmutz abweisen und Materialien widerstandsfähiger machen. Dadurch verlängern sie oft die Lebensdauer von Produkten.
- Beispiel: Eine Outdoor-Jacke mit PFAS-Membran bleibt über Jahre wasserdicht und atmungsaktiv, während alternative Beschichtungen oft schneller verschleißen oder nachimprägniert werden müssen.
Warum ist das ein Problem?
PFAS bleiben sehr lange in der Umwelt. Sie können sich in Wasser, Boden, Tieren und letztlich auch im Menschen anreichern. Man spricht hier von Bioakkumulation.
Da PFAS wasserlöslich und mobil sind, verteilen sie sich über Flüsse und Weltmeere bis in die entlegensten Regionen (Arktis). Deshalb arbeiten Behörden in Europa an strengeren Regeln. Die ECHA treibt auf EU-Ebene eine breite Beschränkung vieler PFAS voran. Ziel ist es, Freisetzungen deutlich zu verringern und Risiken zu reduzieren.
Ein besonders wichtiger Schritt ist die PPWR: die neue EU-Verpackungsverordnung. Sie setzt für Lebensmittelkontaktverpackungen klare Grenzwerte für PFAS.
Der 12. August 2026 dient dabei als zentraler Stichtag für die Branche. Da die Umstellung und die neuen Regeln jedoch eine gewisse Zeit benötigen, wird das Verbot faktisch im Laufe des Jahres 2026 wirksam. Damit soll verhindert werden, dass PFAS über Verpackungen in Lebensmittel und Recyclingkreisläufe gelangen.
- Wichtig: Es wird keine „Null-Toleranz“ geben, da technische Verunreinigungen unvermeidbar sind. Die PPWR legt jedoch fest, dass PFAS nicht mehr gezielt eingesetzt werden dürfen, um funktionale Eigenschaften (wie Fettabweisung) zu erzielen.
Weitere PFAS-Regulierungen
- Ab Oktober 2026 (PFHxA-Verbot): Verkaufsverbot für PFAS in vielen Alltagsprodukten (Regenjacken, Textilien, Leder, Kosmetika, Imprägniersprays).
- Feuerlöschschäume: Die Verwendung von PFAS-haltigen Feuerlöschschäumen wird durch die EU-Verordnung schrittweise eingeschränkt. Ab dem 23. Oktober 2026 dürfen keine PFAS-haltigen Schaumlöscher mehr neu in Verkehr gebracht oder befüllt werden.
- Allgemeine Beschränkung: Die ECHA prüft ein universelles PFAS-Beschränkungsverfahren
Fazit
Für die Industrie bedeutet dies eine notwendige Umstellung. Wer frühzeitig auf PFAS-freie Lösungen setzt, erfüllt die gesetzlichen Anforderungen und schützt die Gesundheit der Verbraucher.
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