Die Zahlen der neuen Gemeinschaftsstudie von ASA, BDE, bvse, CMA und VKU sind alarmierend: Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Brandereignisse in deutschen Recyclingbetrieben fast verdreifacht.
Mehr als jede zweite Anlage ist inzwischen von Feuern oder gefährlichen Hotspots betroffen.
Die harten Fakten der Untersuchung (181 erfasste Anlagen)
• Volkswirtschaftliche Schäden: Die batteriebedingten Schäden summierten sich auf 200 bis 320 Millionen Euro (gesamtwirtschaftlich sogar bis zu 400 Mio. €).
• Hauptursache: Rund 73 % der bekannten Brandursachen lassen sich inzwischen direkt auf falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus zurückführen.
• Gefahrenzone: Fast die Hälfte aller Brände entsteht bereits vor der eigentlichen Sortierung – also bei der Sammlung, dem Transport oder im Müllbunker, wo technische Löschanlagen der Betriebe kaum greifen.
Die Fronten verhärten sich
Der am 6. Oktober 2026 zu Ende gegangene Runde Tisch des Bundesumweltministeriums (BMUV) hinterlässt unzufriedene Entsorger. Die Verbände kritisieren die reinen „Prüfaufträge und Aufklärungsmaßnahmen“ der Politik als unzureichend.
Sie fordern einen klaren Zeitplan, ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten sowie einen herstellerfinanzierten Präventions- und Ausgleichsfonds, der die immensen Folgekosten für Brandschutz und explodierende Versicherungsprämien mitträgt.
Was können wir tun
• Hersteller & Händler: Wer Batterien oder batteriebetriebene Geräte in Verkehr bringt, sollte Registrierung, Kennzeichnung und Rücknahmeorganisation sauber aufstellen.
• Verbraucher: Batterien und Altgeräte gehören niemals in den Restmüll!
Sie können im kommunalen Wertstoffhof oder direkt im Handel abgegeben werden.
Gut zu wissen:
Der Handel muss Altbatterien und Elektro-Kleingeräte (unter 25 cm) ohne den Neukauf eines Geräts unentgeltlich zurücknehmen.
Bei losen Akkus vor der Abgabe immer die Kontakte abkleben!
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