Wissen Sie, was mit Ihrem alten Smartphone passiert, nachdem Sie es abgeben?
Hinter dem Recycling von Elektrogeräten steckt viel mehr Arbeit und Wert, als man auf den ersten Blick sieht:
- Schritt 1 – Sammlung & Rückgabe
Kostenlose Abgabe bei Recyclinghöfen oder im Handel. Händler ab 400 m² (auch Online) sowie Discounter ab 800 m² Verkaufsfläche sind gesetzlich zur Rücknahme verpflichtet.
- Schritt 2 – Erfassung & Transport
Geräte werden nach Kategorien sortiert und sicher zu zertifizierten Erstbehandlungsanlagen transportiert. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Brandschutz bei Akkus.
- Schritt 3 – Manuelle Demontage
Fachkräfte entfernen manuell Schadstoffe wie Akkus oder Displayeinheiten. Noch funktionsfähige Bauteile werden für das „Refurbishment“ aussortiert.
- Schritt 4 – Maschinelle Zerkleinerung
Hochleistungs-Schredder zerkleinern die Reste. Magnete, Siebe und Luftstromtrenner sortieren Eisen, NE-Metalle (Kupfer, Alu) und Kunststoffe präzise nach Materialgruppen.
- Schritt 5 – Rohstoffrückgewinnung
In Hochtemperaturen werden Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin aus den Leiterplatten extrahiert. Das Recycling von E-Schrott ist energetisch bis zu 95 % effizienter als der Abbau dieser Rohstoffe im primären Bergbau.
Doch Recycling allein reicht nicht
Laut dem Global E-waste Monitor werden weltweit nur etwa 22 % des Elektroschrotts offiziell dokumentiert und recycelt. Ein erheblicher Teil der Elektroaltgeräte wird nicht fachgerecht recycelt, sondern verschwindet aus den offiziellen Sammelwegen und wird illegal in Entwicklungsländer exportiert oder landen fälschlicherweise im Hausmüll und werden verbrannt.
Die Lösung: eine konsequente erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
In Deutschland regeln das ElektroG und die EU-weite WEEE-Richtlinie die kostenlose Rücknahme sowie fachgerechte Entsorgung von Altgeräten durch Hersteller. Ergänzend setzt die internationale Norm IEC 63395 globale Standards, die Reparatur und Wiederverwendung von Elektroschrott klar vor reines Recycling priorisieren.
Der kommende „Digitale Produktpass“ der EU wird zudem die nötige Transparenz schaffen, indem er Materialzusammensetzung und Recyclingwege jedes Geräts lückenlos dokumentiert.
Und auf der Konsumentenseite?
Laut einer YouGov-Studie (2023) gewinnen Nachhaltigkeit und Datenschutz an Bedeutung, während Markennamen und Modellaktualität weniger zählen. International ist dieser ökologische Trend besonders bei der Gen Z (33 %) und den über 55-Jährigen (34 %) als entscheidendes Kaufkriterium für Elektronik ausgeprägt.
Fazit
Der Einsatz von Ressourcen durch Recycling ist aktuell ineffektiv, da zu viele Geräte unkontrolliert entsorgt werden. Ein zukunftsfähiges System erfordert die Kombination aus strengeren Standards, gesetzlichen Vorgaben und bewusstem Konsum, um Rohstoffe für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu sichern.
Kontaktieren Sie uns für eine umfassende Beratung zu Ihren Compliance-Themen rund um Elektro- und Elektronikgeräte, Verpackungen, Batterien und PV-Panels.
www.ecopv-eu.com/kontakt |
E-Mail: info@ecopv-eu.com
⭐ Über 20.000 Kunden bei der EPR-Compliance unterstützt
⭐ Bewertet mit 5,0 auf Google
Kontakt
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!









