Sammelmenge für Gerätebatterien steigt kontinuierlich!

Die Sammelmenge alter Gerätebatterien und Akkus nimmt in Deutschland weiter zu. Immer mehr Verbraucher entsorgen Altbatterien korrekt über den Handel, Recyclinghöfe oder freiwillige Sammelstellen.
Dennoch verbleiben viele ungenutzte Energieträger in Haushalten oder landen fälschlicherweise im Hausmüll.

Aktuelle Zahlen und Ziele

  • Historie & Gegenwart: Die Sammelquote stieg von 45,6 % (2020) über 53,8 % (2024: 31.876 Tonnen) auf rund 56,3 % im Jahr 2025.
  • Gesetzlicher Status: Das aktuelle nationale Mindestziel von 50 % wird damit solide übertroffen.
  • EU-Vorgaben: Bis Ende 2027 fordert die EU-Verordnung eine Quote von 63 %, bis 2030 sogar 73 %.

Als neues staatlich anerkanntes Rücknahmesystem trägt auch ECOPV-EU dazu bei, diese Quoten ab 2026 weiter anzuheben.

Um die zukünftigen strengen EU-Ziele zu erreichen, setzt Deutschland auf ein Maßnahmenbündel aus drei Säulen.

1. Transparenz und Verbraucherinformation

  • Mülltonnen-Symbol: Die durchgestrichene Mülltonne auf Verpackungen signalisiert das strikte Entsorgungsverbot im Hausmüll.
  • Aufklärung: Kampagnen wie „Plan E“ sensibilisieren für versteckte Batterien in Alltagsprodukten wie blinkenden Kinderschuhen.
  • Batteriepass: Ab Februar 2027 erleichtert ein digitaler Produktpass für größere Industrie- und Traktionsbatterien die Sortierung im Recycling.

2. Optimierung der Rückgabeinfrastruktur

  • Händlerpflicht: Der Einzelhandel bietet kurze Rückgabewege und nimmt vermehrt auch E-Bike-Akkus sowie Einweg-E-Zigaretten an.
  • Sammelboxen: Grüne Boxen in Supermärkten und Drogerien bieten maximalen Alltagskomfort.
  • Personalabgabe: Die direkte Übergabe an Recyclinghöfen erhöht die Materialreinheit und senkt Brandrisiken durch Lithium-Akkus.

3. Nachhaltiges Produktdesign (Design for Recycling)

  • Austauschbarkeit: Ab Februar 2027 verbietet die EU fest eingeklebte Akkus in Smartphones und Laptops. Endnutzer müssen Batterien mit Standardwerkzeugen selbst wechseln können.

Fazit und Ausblick

Trotz positiver Trends ist der Weg zu den EU-Zielen für 2027 und 2030 anspruchsvoll. Der Erfolg verlangt ein nahtloses Zusammenspiel aus einfacher Geräte-Entnahme, technologischer Innovation und aktiver Verbraucherbeteiligung in der Kreislaufwirtschaft.

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